Auftragsarbeit für die v. Saldern Gruppe

Beton – wodran denkst du, wenn du das Wort Beton hörst? Meine erste Assoziation war sofort – Hafen City Hamburg. Denn dort wurde in den letzten Jahren viel Beton verbaut und oftmals hört man die Leute darüber reden, dass wieder ein neuer „Betonklotz“ gebaut wird.  Doch bei dem Wort Betonwerk hatte ich im ersten Moment kein klares  Bild vor Augen. Aber warum eigentlich Beton? Was hat das mit meiner Fotografie zu tun?

Ende letzten Jahres (2013) ergab sich ein Kontakt zu der v. Saldern Gruppe, welche diverse Betonwerke bei uns im Norden Deutschlands (größtenteils Niedersachsen) betreibt. Gesucht wurde ein Fotograf, der eine Auswahl dieser Werke ablichten kann, wobei der Schwerpunkt auf einer dokumentarischen Wiedergabe lag. Und wer meine Bilder kennt, der weiß, dass dies bei meinen Bilder nicht immer der Fall ist 🙂 . Aber nach den ersten Gesprächen und Eindrücken von mir und meiner Arbeitsweise, einigten beide Parteien sich darauf, es auf einen Versuch ankommen zu lassen.

Für unsere erste Zusammenarbeit haben wir ein Betonwerk mit angrenzender Kiesgrube besucht. Die aktive Kiesgrube wird stellenweise renaturiert und genau dieser Vorgang sollte ich in meinen Bildern festhalten. Oben von den Silos des Betonwerkes hatte man bei dem tollen Wetter eine gute Aussicht über einen Teil der Kiesgrube. Auch wenn sich der Herbst schon dem Ende neigte, waren die Blätter der Bäume noch kräftig gefärbt.

v. Saldern GruppeKiesgrube

Vor Ort angekommen war ich zunächst von der Größe der Gesamtanlage überrascht, die sich unscheinbar zwischen Bäumen und Feldern erstreckt und von der Straße aus nicht zu erahnen war. Nachdem ich mich auf den Ort eingelassen hatte (bei jeder neuen Location muss ich erst einmal ein “Gefühl” für gute Motive entwickeln) konnte ich mich voll und ganz auf meine Arbeit konzentrieren. Die Dokumentation der Renaturierung in Kombination mit den Maschinen, Anlagen und der Arbeit vor Ort, bot viele spannende Motive.

Kies GewinnungMaterialgewinnung aus einem Baggersee

Sand_GewinnungSandabbau aus der Grube

Material TransportMaterialförderband

Mit meinen Bildern hielt ich die Produktion des Betons, von der Rohstoffgewinnung, über den Transport auf dem Gelände bis hin zum Endprodukt fest. Am Ende des Tages, nachdem ich gefühlt auf jeden Hügel  und in jede Grube gestiegen bin, um möglichst spannende Perspektiven festzuhalten, war ich ziemlich platt. So ein Tag im Erwachsenen-Sandkasten hält ein ganz schön auf Trab 🙂

Betonwerk_1Befüllstation – unterschiedliche Körnungen des Rohmaterials

Betonwerk_2Betonmischwerk

Doch der Einsatz hat sich wieder einmal ausgezahlt. Die Zusammenarbeit war für beide Seiten ein voller Erfolg  – die v. Saldern Gruppe erhielt eine umfangreiche Dokumentation der Kiesgrube und des Betonwerkes und ich einen Einblick in die Entstehung von Beton.

Vor kurzem setzten wir unsere Zusammenarbeit fort – an zwei Tagen wurden mehrere Werke und Baustellen besucht um die Arbeit der Betonverarbeitung vor Ort zu dokumentieren.  Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, die Werke erhielten an diesen Tagen (zufälligerweise) etliche Bestellungen, sodass Hochbetrieb herrschte und wir so für die Aufnahmen keine Szenen nachstellen mussten. Das Kommen und Gehen der Autos (Fachterminus für Betonmischwagen 😉 ) bot reichlich Abwechslung vor der Linse. Man musste lediglich nur aufpassen nicht überrollt zu werden.

v. Saldern Gruppe_1v. Saldern Gruppe Auto auf dem Weg zur nahegelegenen Baustelle

v. Saldern Gruppe_2Auto bei der Übergabe auf der Baustelle

v. Saldern Gruppe_3Betonmischwerk

v. Saldern Gruppe_4Radlader beim befüllen einer Mischanlage

v. Saldern Gruppe_5Auto bei der Betonübergabe auf einer Autobahnbaustelle

Die Motive wurden im Vorfeld grob durchgesprochen, doch wie immer liegen zwischen Theorie und Praxis Welten – und so bildeten unsere Pläne lediglich ein Grundgerüst, einen roten Faden der dann an die Gegebenheiten vor Ort angepasst wurde. Spontanität und Flexibilität spielen bei derartigen Aufträgen eine wichtige Rolle. Diese Eigenschaften und ein bisschen Glück mit dem Wetter bilden dann den Schlüssel für ansprechende Aufnahmen.

Für die Technik Interessierten:
Alle Bilder wurden mit der Canon 5D Mk II aufgenommen. Als Linsen kamen das Canon 16-35mm f2.8L II USM und das Canon 24-105 f4 L IS USM zum Einsatz.

 

 

 

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