Bierglas Shooting

Damit ein Bild entstehen kann, sollte meiner Meinung nach immer zunächst eine Idee existieren, die dann nach und nach in die Realität umgesetzt wird. Neulich habe ich mich inspirieren lassen und wollte gerne ein Bier im Glas fotografieren – das Bild sollte ein Bier möglichst ästhetisch aussehen lassen.

Das folgende Bild zeigt den Aufbau des Setups:

setup

  1. Pappuntergrund bzw. Hintergrund mit aufgedruckter Struktur
  2. Hauptlicht für das Bierglas
  3. Licht zur Aufhellung des Hintergrundes
  4. Pappe zur Abschattung des Motives

Das Hauptlicht (2) leuchtet das Bierglas und dessen unmittelbare Umgebung aus. Links vom Bierglas befinden sich Fenster – damit sich diese nicht im Bierglas spiegeln musste das Motiv abgeschattet werden. Hierzu wurde die Pappe (4) verwendet.  Der Hintergrund sollte einen natürlichen Helligkeitsverlauf haben – von links dunkel bis rechts hell, wobei der Verlauf recht dezent sein sollte. Dies wurde durch das Aufhelllicht (3) realisiert. Über eine Remote-Software kann ein Live-Bild von der Kamera auf den PC gestreamed und dort betrachtet werden – so lässt sich das Setup besser beurteilen und ggf. besser anpassen.

Verwendetes Equipment:

Canon 5D Mark II
Canon 100mm 2.8 L IS USM
Stativ

Das Setup steht nun also muss man doch nur noch den Auslöser drücken, oder? Betrachten wir zunächst das erste Bild.

bier_1#1 – Ausgangsbild nach Setup

Wie man sofort sieht, wirkt das Bier in keinster Weise appetitlich. Zudem strahlt der Boden des Bierglases am Übergang zum Stiel sehr hell. Wie aber kann man dies korrigieren? Hierzu wurden zwei weitere Aufnahmen gemacht.

bier_2#2 – Abschattung von oben

bier_3#3- Aufhellung von hinten

In Bild zwei sieht man wie ich das Bierglas von oben abschatte, wodurch ich einen neutralen Bierglasboden erhalte. Für die Aufhellung des Bieres habe ich ein Stück goldenen Pappkarton genommen und so hinter das Bierglas gehalten (Bild drei), sodass das Hauptlicht von hinten durch das Bierglas reflektiert wird. Dadurch erhält man einen schönen leuchtenden Effekt.

Damit wären alle „Fehler“ beseitigt und die einzelnen Bilder müssen nur noch zusammengefügt werden. Das Ergebnis der überlagerten Bilder seht ihr im folgenden Bild.

 

bier_4#4 – Bild nach der Überlagerung

Nach ein paar Rest-Retuschearbeiten habe ich das Bild durch einen angemessenen Workflow nachbearbeitet. Hierbei war es mir wichtig die bestehende Lichtsituation weiter herauszuarbeiten und die Kontraste zu erhöhen.

Und so sieht das fertige Ergebnis aus:

bier_final

Das war die Geschichte hinter dem Bild und ein Einblick hinter die Kulissen.  Ich hoffe es hat euch gefallen! Bei Fragen, Anregungen oder Kritik freue ich mich über euer Feedback!

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmail

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *