Nord Irland – Reisebericht Teil 1

Ein Land wie Irland das so vielfältig und abwechslungsreich ist, lernt man am besten mit dem Auto oder zu Fuß kennen. Zehn Tage, vier Unterkünfte und knapp 1500km später, bleibt ein unvergesslicher Eindruck dieser tollen Insel. Mein erster und bestimmt nicht letzter Besuch.

Den Urlaub verbrachte ich mit meiner besseren Hälfte und stets mit meiner 10kg schweren Kameraausrüstung – folgendes Equipment hatte ich immer bei mir, um für alles gerüstet zu sein:

–          Canon 5D Mark II
–          Canon 16-35mm 2.8 L II USM
–          Canon 24-105mm 4,0 L IS USM
–          Canon 100-400mm L IS USM
–          Lee Filter
–          Heliopan Polfilter
–          Arca Swiss L Winkel
–          Cullmann Magnesit 525

Tag 1-2: Anreise

Mit dem Flugzeug ging es von Hamburg nach Dublin und von dort aus mit dem Mietwagen nach Belfast zu unserer ersten Unterkunft. Auf der „falschen“ Seite sitzen und fahren war kein Problem, wie zunächst gedacht. Es fährt sich einfach entspannt in diesem Land, solange man eine gute Karte und Navigationsgerät hat. 🙂

Belfast gefiel uns sehr gut, allerdings beschränke ich mich in diesem Reisebericht auf die Landschaftsfotografie und springe  deswegen in der Zeit direkt zum dritten Tag der Reise.

3.Tag

Nach dem besten Frühstück der gesamten Reise, fuhren wir von Belfast zum Glenariff Forest. Dort gibt es mehrere Wasserfälle die ich fotografieren wollte. Vor Ort angekommen, mussten wir leider feststellen, dass der Waterfall Trail wegen Waldarbeiten gesperrt war.

Also genossen wir zunächst die tolle Aussicht und fanden dann heraus, dass ein anderer Wanderweg uns zumindest zu einem der Wasserfälle führt. Ein absolut lohnenswertes Reiseziel – vor allem wenn der Waterfall Trail geöffnet ist 🙂

              Glenariff Forest

Glenariff Waterfall
Im Anschluss ging es weiter Richtung Norden, zu dem Ort der auf jeder dritten irischen Postkarte zu sehen ist – den Dark Hedges. Eine Allee von ca. 500m Länge mit uralten Bäumen die besser besucht war als ich gedacht hatte. Es hat ein wenig gedauert bis ich freie Bahn für mein Bild hatte und keine Menschen oder Autos im Bild waren.

Dark Hedges

Weiter ging es zu unserem Hotel in Portrush und nachdem wir eingecheckt hatten, entschieden wir uns kurzer Hand nach Ballintoy Harbour zu fahren – einem winzigen Hafen mit vielen Fotomotiven. Unter anderem hat man von dort aus einen tollen Blick auf die Insel Sheep Island.

Sheep Island

Bei Ebbe werden die mit Algen bewachsenen Steine am Strand von Ballintoy Harbor freigelegt. Das satte Grün der Algen auf den dunklen Steinen bildet einen tollen Farbkontrast. Ein Paradies an Motiven erstreckte sich vor mir, doch ein Gewitter zog auf und ich musste mich mit meiner Aufnahme beeilen. Nach etlichen Minuten des Suchens und Kletterns über die rutschigen Steine fand ich folgende Stelle und entschied mich hier mein Foto zu machen.

Ballintoy Beach

4. Tag

Den vierten Tag verbachten wir an der Küste von Antrim. Mit dem Auto fuhren wir die Küste entlang, ließen uns treiben und hielten überall dort wo es uns gefiel. Unter anderem an dem Abschnitt Whitepark Bay. Ein Wanderweg führt vom Parkplatz ca. einen Kilometer durch eine wilde Dünenlandschaft – ein Mix aus Düne, Weide und Urwald auf dem Rinder grasten. Meiner Freundin war ein wenig mulmig mit ihrer knall-pinken Regenjacke bei dem Gedanken einen Stier zu treffen…dieser zeigte sich zum Glück nicht 😉

Am Strand angekommen entdeckte ich eine Quelle die am Fuße eines Felsen entsprang. Nur bei Ebbe ist diese freigelegt und das unaufhörlich sprudelnde Wasser mündet ins Meer. Im Hintergrund bildeten sich Nebelfelder, die so schnell sie entstanden waren auch wieder verschwanden.

Whitepark Bay

Danach fuhren wir zum Giants Causeway um uns einen Überblick über die Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen – doch mal eben so parken, das ging nicht wie wir feststellen mussten. Tagsüber steppt da der Bär und es sind so viele Touristen vor Ort, dass man sich das Parken gut bezahlen lässt. Also drehten wir um und kamen am Abend wieder. Dann ist das Parken nämlich kostenlos und man teilt sich den Causeway nur noch mit einer Hand voll Touristen.

Das Auto abgestellt galt es dann, die ca. 1km lange Küstenstraße hinunter zum Causeway zu laufen. Der Sonnenuntergang stand kurz bevor und wir mussten uns beeilen damit ich vor Ort noch genug Zeit hatte mir ein paar schöne Motive zu überlegen.

Als die Sonne dann kurz über dem Horizont stand passte alles zusammen – die Kamera mit allen Filtern war aufgebaut und mir blieb nichts anders übrig als den Auslöser zu drücken.

Giants Causeway

Nach einigen Aufnahmen packte ich meine Sachen und wir machen uns auf den Rückweg. Auf halber Strecke zeigen sich irlands Wolken noch einmal von ihrer schönen Seite. So viel Regen sie stellenweise auch bringen, so schön dramatisch sind sie auch und bieten immer wieder ein spannendes Motiv.

Irlands Wolken

 

Im 2. Teil meines Reiseberichts berichte ich über weitere Touren an der Nordküste, diesmal allerdings weiter westlich. Unter anderem über die Tour zum Fanad Lighthouse und dem Bloody Foreland.

Hier geht es zum 2. Teil

 

 

 

 

 

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3 Comments

  1. Reply
    Jens September 22, 2013

    Hallo Marcus,

    tolle Aufnahmen sind Dir dort gelungen. Bilder mit viel Tiefe. Und es packt einen die Lust sich mit dem Bild auseinanderzusetzen.

    Viele Grüße aus Hamburg,
    Jens

  2. Reply

    […] Teil 1 verpasst – hier gehts zum 1.Teil […]

  3. Reply
    Arne February 18, 2014

    Wunderschöne Aufnahmen verbunden mit einem kurzen aber knackigen Bericht, einfach klasse zu lesen und zu betrachten.
    Viele Grüße
    Arne

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