Rügen – Reisebericht

Mein Freund Florian lud mich Mitte März ein, ihn auf seiner Heimatinsel Rügen zu besuchen. Spontan sagte ich zu und packte meine Fotoausrüstung. Drei Tage Landschaftsfotografie stand auf dem Plan und von dieser Tour möchte ich euch berichten.

[1. Tag]

Am ersten Morgen klingelte der Wecker um 4:00 Uhr in der Früh und mit dem Auto ging es zur geplanten Location – zum Nationalpark Jasmund, genauer gesagt zum Fuße des Königsstuhls. Den Wagen abgestellt, ging es die letzten Meter zu Fuß weiter. Gut 400 Stufen stiegen wir im Schein unserer Stirnlampen die Holztreppe die ca. 100 Höhenmeter hinunter und erreichten unten angekommen im ersten Morgenlicht die „kleine Stubbenkammer“. Ein toller Moment und der grandiose Auftakt unserer Fototour.

Vor Ort fotografierten wir die abwechslungsreiche Landschaft, begleitet von sich immer wechselnden Lichtstimmungen durch den Sonnenaufgang.

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[2. Tag]

Weil wir am ersten Morgen in der „kleinen Stubbenkammer“ noch so viele Motive noch nicht eingefangen hatten, entschieden wir uns am Vorabend noch einmal zur gleichen Location zu fahren. Die Entscheidung war genau die richtig, noch einmal erlebten wir diese faszinierende Landschaft aus einer anderen Perspektive und wurden nicht enttäuscht.

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Die Mittagszeit nutzen wir dann um erst einmal ausgiebig zu schlafen und danach ausgeruht nach einer Location für den Abend zu suchen. Letzten Endes entschieden wir uns der Halbinsel Mönchgut einen Besuch abzustatten.

Die eisigen Temperaturen ließen den Küstenbereich des Greifswalder Bodden gefrieren und am Strand schichteten sich die Eisschollen auf – ein faszinierender Anblick der uns stellenweise das Gefühl gab, in deutlich nördlicheren Gefilden unterwegs zu sein. Der erhoffte Sonnenuntergang wurde von einer Wolke bedeckt – dennoch konnten wir einige schöne Bilder machen, die die Fahrt und den Fußmarsch rechtfertigten.

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[3. Tag]

Der dritte Morgen und gleichzeitig letzte Ausflug war das i-Tüpfelchen unserer Tour. Die Wettervorhersagen berichteten von Windstärken in Böen bis zu Windstärke 7. Die Kombination aus Wind und See wollten wir am Sassnitzer Leuchtturm festhalten. Doch dort morgens um 5Uhr angekommen, mussten wir feststellen, dass wir bei diesen Winden keinerlei Chance auf Langzeitbelichtungen hatten.

Der Plan B sah vor, sich von Sassnitz aus Richtung Kreidefelsen durchzuschlagen – ein wenig mulmig war mir schon zu mute. Das einzige Licht kam von unseren Stirnlampen, während wir am Fuße der Steilküste zu unserer Linken und der stürmischen See zu unserer rechten über Stock und Stein stiegen. An einigen Stellen mussten wir die Wellen abpassen um keine nassen Füße zu bekommen, weil der Strand überspült war – nach links gab es keinen Ausweg, dort ging es steil hinauf.

Am Ende erreichten wir mit teilweise nassen Füßen eine gute Position von der aus wir die Kreidefelsen und den Sonnenaufgang sehen können würden – und das wichtigste, der Strand war breit genug. Stative aufstellen, Kamera raus und los – der Sonnenaufgang konnte kommen.

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Wieder zurück am Auto war es schon deutlich heller. Die Brandung war gigantisch und wir wussten beide – das müssen wir noch festhalten. Also montierten wir unsere Teleobjektive an der Kamera und gingen los. Der Sassnitzer Leuchtturm bot am Ende der insgesamt knapp 1,5km lange Mole das perfekte Motiv um die Wellen einzufangen. Leider stellte sich heraus, dass durch die Gischt und Temperaturen unter null Grad, die Mole eine einzige Eisfläche war. Also ging es im Gänsemarsch bis ca. zur Hälfte der Mole, von wo aus wir eine gute Sicht und eine Stelle hatten erwischt, an der die Brandung etwas ruhiger war.

Auf dem Weg hin und zurück wurden wir von der ein oder anderen Welle erwischt – unsere Kameras und unsere Kleidung war komplett mit einem Eispanzer überzogen und wir konnten es nicht mehr erwarten nach Hause zu fahren und uns vor dem Kamin aufzuwärmen. Doch der Einsatz hat sich wieder einmal gelohnt – es war ein Moment den ich sicher so schnell nicht vergessen werde!

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Das waren meine drei Tage Rügen – Landschaftsfotografie, wie ich es mir schon immer gewünscht habe und einfach eine tolle Zeit, mit schönen Bildern. Alle weiteren Bilder die auf der Tour entstanden sind findet ihr hier http://marcusbirkenfeld-photography.de/galerie/landschaft/

 

 

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2 Comments

  1. Reply
    Georges Fricker April 14, 2013

    BRAVO !

  2. Reply
    Tikha April 26, 2013

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