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Die schöne Schachblume

Der Wecker klingelt, er zeigt 4:15 Uhr an – viel zu früh zum Aufstehen! Oder doch nicht?
Manchmal wunder ich mich über mich selbst, dass ich freiwillig zu solchen Zeiten aufstehe um fotografieren zu gehen. Als Motiv stand die Schachblume auf dem Plan, welche auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als “stark gefährdet” gelistet wird. Die Bestände in Deutschland sind sehr überschaubar, allerdings gibt es in den Marschlandschaften an der Elbe größere Vorkommen – für einen Hamburger natürlich ein Heimvorteil.

Die Wettervorhersage am Abend zuvor war vielversprechend und der Blick in den Himmel am nächsten Morgen machte mir Hoffnung auf einen klaren Sonnenaufgang – die Müdigkeit wich der Vorfreude! Nach einer guten halben Stunde Fahrt erreichte ich das Ziel und stiefelte über einen matschigen Feldweg meinem Motiv entgegen. Es war noch ziemlich dunkel, sodass an fotografieren noch nicht so recht zu denken war. Aber so konnte man sich zunächst einmal einen Eindruck vor Ort verschaffen, ohne dass man gleich in Hektik verfällt, weil z.B. schon die Sonne aufgeht. Hier plane ich mir gerne immer ein bisschen mehr als zu wenig Pufferzeit ein, vorallem wenn man die Gegebenheiten vor Ort noch nicht kennt.

Bei den ersten Aufnahmen stellte ich fest, dass die Verschlusszeiten aufgrund der Dunkelheit, noch zu lang waren. Ein leichter Wind wehte über das Feld, der die kleinen Blumen in Bewegung hielt – also hieß es warten. Diese Zeit nutzte ich um weitere passende Exemplare zu finden. Ich hatte schon die ein oder andere Bildidee im Kopf und konnte so gezielt nach potentiellen Motiven suchen.

Um 6:05Uhr war es dann so weit – noch zehn Minuten bis die Sonne hinter dem Horizont aufging. Es dämmerte mittlerweile und ich konnte mein erstes Bild machen. Ein weises Exemplar der Schachblume, besetzt mit winzigen Tauperlen auf ihr, bot ein perfektes Motiv.

Schachblume_1Canon 100mm 2.8 L | f5,0 | 1/15 sec | ISO 250

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Winzlinge

Was für ein Wetter –  die Tage noch schönstes Fotografie-Wetter und heute, bestes Bildbearbeitungswetter 🙂

Am Wochenende habe ich noch einmal die Sonnenstrahlen genutzt und mich mit der Kamera in den Wald begeben. Um genau zu sein, in den Park Manhagen, nähe Ahrensburg.
Diesmal sollten allerdings weniger Herbststimmungen eingefangen werden, sondern Pilze. Nun kenne ich mich bei der Pilzsuche weniger aus und bin einfach mal drauf los, quer durch den Wald gewandert. Und siehe da – wer suchet der findet!
Wenn man so durch die Wälder streift, muss man sich schon ganz schön konzentrieren, die richtigen Pilze zu finden. Sprich, dass diese an einer geeigneten Stelle wachsen, wo nach Möglichkeit, die Sonne hin scheint oder die Umgebung einfach passend ist. Es ging mir nicht darum, einen Pilz am Wegesrand zu fotografieren, sondern diesen an einem unberührten Fleck Natur abzulichten.

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