Posts Tagged: Buhnen

Vom Schicksal und wie es sich wendet

Man stelle sich folgendes Szenario einmal vor – man ist im Urlaub mit all seinem Fotoequipment, hat sich für den Urlaub extra noch Filter gekauft und kommt nach einem Abend am Strand zurück aufs Zimmer – reinigt schnell noch das Stativ und legt sich glücklich und zufrieden vom Tag zu Bett. Am nächsten Morgen nimmt man dann das Stativ in die Hand und zwei Teilelemente der Beine rutschen einfach heraus, ohne dass irgend eine Schraube locker war, geschweige denn, eine der Klemmverschlüsse geöffnet war.

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Wasser in seiner sanftesten Form

Pünktlich zum Urlaub erhielt ich meinen neusten Filter – den Hitech BigStopper, mit dem selbst am helllichten Tage, Langzeitbelichtungen möglich sind. Zunächst wollte ich mir passend zu meinem Lee Filtersystem den Lee-BigStopper kaufen. Einfach um alles aus einer Schmiede zu haben und weil dieser einen geringeren Farbstich aufweisen soll. Allerdings wurde mir von mehreren Anbietern versichert, dass dieser Filter aufgrund der hohen Nachfrage derzeit nicht lieferbar ist. Ich müsste mit einer Wartezeit von ca. 6 Monaten rechen!! Das ging natürlich gar nicht.

Hier möchte ich euch ein paar der Aufnahmen zeigen, die dann mit eben diesem Hitech BigStopper entstanden sind. Die Motive sind zugegebener Maßen nicht neu, allerdings gefällt mir meine Interpretation doch so gut, dass ich Sie dem World Wide Web präsentieren möchte.

 Wasser_1

20sek | f11 | ISO200

Das Bild hatte ich in seiner jetzigen Form schon vor Augen, bevor ich überhaupt auf der Insel Wangerooge angekommen war. Es musste also nur noch, die passende location gefunden werden, welches sich, glücklicherweise dicht am Hauptstrand befand.

Das Wasser wurde bei 20 Sekunden samt weich und das Bild erhielt so seinen minimalistischen Look. Diese Einfachheit steht sehr im Kontrast zu der Brandung, die einem in solch einem Moment um die Beine spült. Das Wasser mit all seiner Kraft verliert so an Energie, als würde es zum Stillstand kommen.

Wichtig und auch nicht anders möglich, ist beim Arbeiten mit dem BigStopper, dass man sein Bild zuvor gut komponiert. Bildausschnitt und die Idee hinter dem Bild sollten vorab gut überlegt sein, denn durch einen BigStopper kann man, wenn er einmal montiert ist, nicht hindurchsehen. Wenn dann noch erschwerte Bedingungen wie z.B. hier Brandung die Aufnahmebedingungen erschweren, dann sollte jeder Handgriff sitzen, um Schäden am Equipment zu vermeiden.

Die folgende Aufnahme zeigt einen Wellenbrecher von Brandung umspült. Das Originalbild ist bei 24mm Brennweite entstanden. Ich entschied mich dann aber für diesen Panorama Beschnitt, weil es für mich die Bildwirkung viel besser rüber bringt – die sonst so rauen Wellen erscheinen nun wie ein Schleier.

Wasser_2

8sek | f8| ISO50

Natürlich darf in einer solchen Serie auch eine Detailaufnahme nicht fehlen. Die Steine des Wellenbrechers boten das perfekte Motiv.  Nach mehreren Anläufen, wegen einigen überraschend großen Wellen, konnte ich dann den Bildausschnitt wählen und durch 10 Sekunden Belichtung den gewünschten Effekt erzielen – klare Strukturen bei den Steinen, ruhig und dem Wasser trotzend, umgeben von seinem Kontrahenten.

Wasser_3

10sek | f8 | ISO50

Fazit:

Der Hitech BigStopper war sofort lieferbar und nach 3 Tagen bei mir zuhause – ein großer Pluspunkt gegenüber dem Lee BigStopper. Preislich liegt er ebenfalls etwas unter dem Produkt von Lee. Was den Farbstich angeht, so hatte ich in meinen Aufnahmen stets leichte rötliche Verfärbungen, die allerdings durch das vorliegende RAW Format schnell korrigiert werden konnten. Ich bin mit der Qualität, vor allem in Bezug auf die beiden ersten Punkte, sehr zufrieden und würde mich wieder für den Hitech BigStopper entscheiden – solange bis mir ein Lee in die Hände kommt und mich doch noch überzeugt 😉

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Urlaubsimpressionen von der Nordsee

Um genauer zu sein, von der schönen ostfriesischen Insel Wangerooge. Dorthin ging nämlich der diesjährige Sommerurlaub. Der Urlaub war klasse, nur leider lies der Sommer mit seinen warmen Temperaturen so lange auf sich warten, bis ich wieder auf der Fähre Richtung Festland saß.

Es war bestimmt nicht das beste Wetter um die Haut zu bräunen, allerdings war es ideal für schöne Landschaftsaufnahmen. Die vielen Wolken boten meist einen dramatischen Anblick und der gleichmäßige Wechsel, zwischen Sonnen- und Regenphasen, belebte die Landschaft.

Für alle die noch einen spontanen Urlaub planen, so kann ich, trotz dieses wechselhaften Wetters, die Nordsee als Reiseziel nur empfehlen. Wer die Natur mag und einfach ein paar Tage die Seele baumeln lassen möchte, ist hier genau richtig!

Das Bild entstand gleich am ersten Abend. Rechts kann man noch den Regenschauer sehen, der kurz zuvor über die Insel gewandert war. Das Warten hat sich meiner Meinung nach allerdings dann doch gelohnt! Einen faszinierenden Anblick, boten die Schiffe im Abendlicht, welche wohl zum Zeitpunkt der Aufnahme vom Regen heimgesucht wurden.
Zu schade das man den Klang des Meeres nicht im Bild einfangen kann 🙂

zum Foto

Das Bild wurde mit der Canon 5D + 24-105mm L aufgenommen. Hinzu kam ein Polfilter, um die Reflexionen der nassen Steine zu minimieren. Desweiteren das neu erworbene Filtersystem von Lee. Hier verwendete ich den ProGlas 0.9 Filter um das Wasser samtweich aussehen zu lassen und einen 0.9ND Filter um im Himmel mehr Details zu erhalten. Entwickelt wurde das Bild (RAW) dann in Lightroom 3.6.

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